Powerline kann eine sinnvolle Alternative zu WirelessLAN sein, wenn man zwei oder mehr Rechner quer durch ein Haus verbinden will.
Powerline:
Mit PLC kann man Computer über die normale Stromversorgung innerhalb eines Gebäudes verbinden. Auch wenn Powerline nichts mit Wireless zu tun hat, kann es in machen Fällen eine sinnvolle Alternative zu WirelessLAN sein - wenn man z.B. einfach zwei Computer quer durch das Haus verbinden will und Funk nur schwierig zu realisieren ist.
Vor einiger Zeit galt die Datenübertragung über das normale Stromnetz (PLC - Powerline Communication) noch als Hoffnungsträger für alle Internet-Provider, die die 'Last-Mile'-Quasi-Monopole der ehemals staatlichen Telekommunikationsanbieter (z.B. Deutsche Telekom) durchbrechen wollten - statt über das Telefonnetz wären die Daten auf der 'letzten Meile' über das Stromnetz zum Endverbraucher gekommen. Verführerisch war das Ganze auch deshalb, weil die meisten Internet-Provider aus Strom-Konzernen hervorgegangen waren, denen sowieso ein eigenes Internet-Backbone über ihr Hochspannungsnetz zur Verfügung steht. Inzwischen wurden die meisten Feldversuche in dieser Richtung eingestellt, nahezu alle Firmen haben sich aus dieser Anwendung zurückgezogen.
Bei der Datenkommunikation innerhalb von Wohnungen und Gebäuden hat diese Technik aber eine Zukunft. Praktisch ist das Ganze, weil es sowieso schon in jedem Raum mindestens eine Steckdose gibt, eine zusätzliche Verkabelung ist nicht mehr nötig. Einen ähnlichen Weg geht VdSL - auch hier wird die bestehende Infratruktur genutzt - nur wird hier statt der Stromleitung das Telefonkabel verwendet.
Bei der Frage, ob man sich für Powerline oder VDSL entscheiden soll (wir gehen hier mal davon aus, dass WLAN schon aufgrund ungünstiger Umstände 'aus dem Rennen ist' ) müssen mehrere Punkte berücksichtigt werden:
Im Feb 2006 hat die Open PLC European Research Alliance (OPERA) eine offene Spezifikation für Powerline Communications (PLC) Access vorgelegt. Als Basis für die Spezifikation dient die Technologie des spanischen Chip-Herstellers Design of Systems on Silicon (DS2). (vgl. heise 21.Feb.2006)
Hersteller:
Links:
Je nachdem kann auch der Nachbar den Netzverkehr via Stromnetz abhören, dagegen sollte man Verschlüsselung einschalten und nicht das Standard-Passwort (HomePlug AV) wählen. Weitere Infos bei Heise.
<faq><font color=red>FAQ</font> <!– <k>Alternativen</k> –> <f>Eine kleine Frage hätte ich noch: Sehe ich das richtig, dass ich für jeden weiteren Rechner, den ich bei mir mit anschließen will, zwei weitere Powerline-Adapter brauche - einen für den Rechner, einen für einen weiteren Port am Router? In meinem laienhaften Verstand reime ich es mir so zusammen, dass zwar im Prinzip auch zwei Rechner auf den einen Powerline-Adapter zugreifen könnten, der bereits am Router hängt, dass dann aber nicht beide Rechner gleichzeitig ins Internet könnten. Ist das soweit korrekt?</f><br /> <br /> <r>Im Prinzip kannst Du Dir die Powerline als langes Ethernet-Kabel vorstellern.
Du kannst die Powerline verschieden konfigurieren, einmal als Pärchen oder als Mehrere. Wenn Du den neuen Rechner an einem ganz anderen Ende des Gebäudes brauchst, dann brauchst Du einen Powerline-Adapter zusätzlich und konfigurierst sie als Dreier-Insel (so wirkt das Powerlan wie ein großer Hub). Oder aber Du willst die Netze trennen, dann kannst Du eine eigenes Paar nehmen und getrennt konfigurieren - die Bandbreite teilen sie sich aber trotzdem.
Was allerdings auch wichtig ist, die zusammengehörigen Powerlan-Adapter müssen auf einer Phase liegen. Da Du meist mehrere Phasen in einem Gebäude gleichmäßig verteilt hast, must Du ein bischen die Steckdosen durchprobieren, wo das Powerlan Kontakt bekommt.
Manchmal gibt es auch Probleme mit dem Timeout, so daß DHCP nicht funktioniert, dann reicht es aber manuelle IPs zu vergeben.</r></faq>
<faq><font color=red>FAQ</font> <!– <k>Alternativen</k> –> <f><u>Kann mir mal jemand erklären, warum in der Gruppe für drahtlose Netzwerke (de.comp.hardware.netzwerke.wireless), in jedem zweiten Posting dieses „Powerline“ angepriesen wird?</u></f><br /> <r>Das ist die Reaktion auf ein häufig vorkommendes Muster:
WirelessLAN ist hip und viele Leute denken bei 'Wireless' an Handy, DECT oder Radio und folgern daraus, daß WLAN ähnliche Reichweiten hat und problemlos durch viele Wände und Decken geht. Mit dieser Vorstellung kommen sie dann in die Newsgroup und fragen welche Hardware sie sich kaufen sollen oder, wenn sie das schon getan haben, warum sie keinen Empfang haben. Das Problem'un'bewußtsein wird oft schon daran deutlich, daß in der Beschreibung jedes Detail ausgebreitet wird, aber das einzig relevante - nämlich die Entfernung, die Mauern, das Material - wird mit keinem Wort erwähnt.
Dann muß man den Leuten erstmal erklären, daß normale Betonwände WLAN blocken und das die WLAN-Ausbreitung keineswegs selbstverständlich ist. Danach ist dann der nächste Gedanke, man muß stärker Funken - sei es mit großer Antenne, mit Verstärker oder mit stärkerer Funkkarte. Das klappt vieleicht auch in Grenzen, zeugt aber immer noch davon, daß man das Problem eigentlich nicht verstanden hat. <plakativ> Wenn ich in meinem Vorgarten Licht haben möchte und die Lampe hängt aber im Wohnzimmer; natürlich kann ich dann die 60W Wohnzimmerlampe durch eine 3000W Lampe ersetzen und vieleicht ist es dann im Vorgarten auch etwas heller, aber es ist mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Eine Extralampe im Vorgarten oder ein Strahler aus einem Fenster heraus wäre viel sinnvoller gewesen. </plakativ>
In dieser Situation, wenn über stärkere Antennen nachgedacht wird, kommt dann oft der Hinweis sich doch mal über Alternativen Gedanken zu machen. Und gerade für die Standardsituation, daß einfach ein Rechner quer durch das Haus verbunden werden soll, ist PowerLine in vielen Fällen die sinnvollere Alternative.</r></faq>
<faq><font color=red>FAQ</font> <!– <k>Alternativen</k> –> <f>Ist PowerLine schädlich für den Kurzwellenempfang?</f><br /> <br /> <r>Die Begriff „Kurzwelle“ definiert den Frequenzbereich von 3 bis 30 MHz (besitzt also einen Umfang von 27 MHz). In diesem Bereich liegen nicht nur Frequenzbänder der Funkamateure, sondern z.B. auch die Frequenzen der Rundfunkdienste (nach Wellenlängen) 75m, 49m, 41m, 31m, 25m, 22m, 19m, 16m, 15m, 13m, 11m. Nicht zu vergessen noch jede Menge andere Funkdienste wie z.B. Flugfunk, Seefunk, etc. Alle diese Funkdienste können ihren Betrieb einstellen oder werden zumindest massiv gestört, wenn diese Technikchaoten das nie für diesen Zweck geplante und für die Übertragung hochfrequenter Signale vollkommen untaugliche Stromnetz für PLC mißbrauchen. Die Verluste durch Fehlanpassungen etc. sind so groß, dass unverhältnismäßig große Leistungen an einem Ende eingespeist werden müssen, damit den Kunden am anderen Ende noch ein „Nutzsignal“ erreicht. (Quelle: Heiseforum 21.2.06 Cliff)</r></faq>
<faq><font color=red>FAQ</font> <!– <k>Alternativen</k> –> <f>Stört dLAN® den Amateurfunk- oder Rundfunkempfang? Hersteller FAQ!!!</f><br /> <br /> <r>Nein. dLAN®-Adapter übertragen Daten im Frequenzbereich von 2-30 MHz mit extrem geringer Signalstärke, Amateurfunkfrequenzen in diesem Bereich werden von den dLAN® Adaptern nicht genutzt. (Quelle: dLAN FAQ)</r></faq>
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